Mutterschutzgesetz

Mutterschutzgesetz

Wussten Sie, dass Mütter während der Arbeit besonders geschützt werden?

Bereits seit dem 24.01.1952 gibt es in der Bundesrepublik Deutschland das Mutterschutzgesetz. Das Mutterschutzgesetz wurde seitdem mehrmals geändert und liegt aktuell in der Fassung vom 23.05.2017 vor.

Was ist das Ziel des Mutterschutzgesetzes?
Das Mutterschutzgesetz schützt die Gesundheit einer Frau und ihres Kindes am Arbeits-, Ausbildungs- und Studienplatz. Durch das Gesetz wird es den Frauen ermöglicht, ihre Beschäftigung ohne Gefährdung ihrer Gesundheit oder der ihres Kindes fortzusetzen. Dabei wird Benachteiligungen während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit entgegen gewirkt.

Wie lange haben Mütter den Schutz des Mutterschutzgesetzes?
Der Schutz des Mutterschutzgesetzes reicht von der Zeit der Schwangerschaft über die Entbindung bis zur Stillzeit. Während dieser Zeit wirkt das Gesetz Benachteiligungen entgegen. In den letzten sechs Wochen vor dem planmäßigen Entbindungstermin, sowie acht Wochen nach der Entbindung, darf der*die Arbeitgeber*in die Frau nicht beschäftigen. Bei Frühgeburten, Mehrlingsgeburten oder der Geburt eines Kindes mit einer Behinderung verlängert sich die Schutzfrist nach der Entbindung auf 12 Wochen.

Gefährdungsbeurteilung
Zum Schutz von Müttern hat der*die Arbeitgeber*in nach §10 MuSchG bereits im Vorfeld in einer speziellen Gefährdungsbeurteilung für jede Tätigkeit Gefährdungen zu ermitteln, denen eine schwangere oder stillende Frau oder ihr Kind ausgesetzt sein kann. Die im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ermittelten Schutzmaßnahmen sind umzusetzen, sobald dem*der Arbeitgeber*in die Schwangerschaft oder Stillzeit mitgeteilt wird. Die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung sind vom*von der Arbeitgeber*in zu dokumentieren.

Das MuSchG trifft zudem Regelungen zu folgenden Punkten:

  • • Verbot von Mehrarbeit, Nachtarbeit und der Sonn- und Feiertagsarbeit
  • • Unzulässige Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen für schwangere und stillende Frauen
  • • Ärztliches Beschäftigungsverbot
  • • Kündigungsverbot
  • • Mutterschutzlohn und Mutterschaftsgeld
  • • Leistungen während der Elternzeit