PSA – Die Schutzbrille

Schutzausrüstung Schutzbrille Schutzhandschuh

PSA – Die Schutzbrille

Zu den Grundpflichten von Arbeitgeber*innen nach Arbeitsschutzgesetz gehört es, erforderliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu treffen, um die Sicherheit und die Gesundheit der beschäftigten Personen sicherzustellen.

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass eine Gefährdung der Augen besteht, so muss der*die Arbeitgeber*in Augen- und Gesichtsschutz zur Verfügung stellen, wenn die Gefährdungen nicht anders verhindert bzw. ausreichend gemindert werden können. Die Kosten für den Augen- und Gesichtsschutz trägt der*die Arbeitgeber*in.

Die Augen können durch folgende Einwirkungen geschädigt werden:

  • Mechanisch, z.B. durch Späne oder Splitter
  • Optisch, z.B. durch Sonneneinstrahlung oder Laserstrahlung
  • Chemisch, z.B. durch Flüssigkeiten oder Dämpfe
  • Thermisch, z.B. durch Wärmestrahlung
  • Biologisch, z.B. durch Viren oder Bakterien
  • Elektrisch, z.B. durch Störlichtbögen

Bei vielen Tätigkeiten, wie z.B. dem Schweißen, treten mehrere dieser Gefährdungen zusammen auf. Der Augenschutz muss in diesen Fällen einen ausreichenden Schutz gegen alle auftretenden Gefährdungen bieten. Daher sind die Möglichkeiten eines Augenschutzes so vielfältig wie die möglichen Gefährdungen.

So gibt es z.B.:

  • Gestellbrillen mit Sichtscheiben mit und ohne Filterwirkung, z.B. als Schutz gegen mechanische oder optische Gefährdungen
  • Korbbrillen, die den Augenraum komplett umschließen und z.B. Schutz vor chemischen oder biologischen Gefährdungen bieten
  • handgehaltene Schutzschilde, die das komplette Gesicht und den Hals vor optischen, thermischen und mechanischen Gefährdungen schützen
  • Schutzschirme/Visiere die je nach Bauform das komplette Gesicht vor z.B. elektrischen, chemischen, biologischen oder mechanischen Gefährdungen schützen

Handelsübliche Korrektionsbrillen, die eine Fehlsichtigkeit optisch korrigieren, haben keine Schutzwirkung. Für beschäftigte Personen mit Fehlsichtigkeit gibt es daher spezielle Korrektionsschutzbrillen.

Neben der vorgeschriebenen CE-Kennzeichnung muss der Augenschutz mit einer Kennzeichnung versehen sein, die wesentliche technische Informationen, wie z.B. der optischen Klasse und der mechanischen Festigkeit, enthält. Beschäftigte Personen, die während der Arbeit Augenschutz tragen müssen, sind vor der ersten Benutzung und nach Bedarf in der bestimmungsgemäßen Benutzung und der ordnungsgemäßen Aufbewahrung zu unterweisen.