PSA – Der Atemschutz

PSA – Der Atemschutz

Zu den Grundpflichten eines Arbeitgebers nach ArbSchG gehört es, erforderliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu treffen, um die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten sicherzustellen.

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass eine Gefährdung durch luftgetragene Schadstoffe oder Sauerstoffmangel besteht, so muss der Arbeitgeber*innen einen geeigneten Atemschutz zur Verfügung stellen, wenn die Gefährdungen nicht anders verhindert bzw. ausreichend gemindert werden können.  Die Nutzung von Atemschutzgeräten ist immer mit einer zusätzlichen Belastung verbunden.

Sauerstoffmangel in der Atemluft kann durch die menschlichen Sinne nicht wahrgenommen werden und kann zu Bewusstlosigkeit, irreversiblen Schädigungen des Gehirns oder dem Tod führen.

Schadstoffe die über die Atemluft aufgenommen werden, können je nach Wirkungsweise zu Lungenerkrankungen, Vergiftungen, Allergien, Krebserkrankungen oder bakteriellen/viralen Erkrankungen führen. Der Umfang der Schädigung ist dabei unter anderem von der Konzentration und der Einwirkdauer des Schadstoffes abhängig.

Atemschutzgeräte werden nach dem Gerätegewicht und den Druckdifferenzen bei der Einatmung und der Ausatmung in 3 Gruppen eingeteilt. Dabei wird zwischen Filtergeräten und Isoliergeräten unterschieden.
Filtergeräte wirken abhängig von der Umgebungsatmosphäre. Sie entfernen die Schadstoffe über Gas-, Partikel- oder Kombinationsfilter aus der Umgebungsluft und werden eingesetzt, wenn die Sauerstoffkonzentration in der Umgebungsluft ausreichend ist.
Isoliergeräte wirken unabhängig von der Umgebungsatmosphäre, indem sie Atemluft zuführen. Sie können auch bei niedrigeren Sauerstoffkonzentrationen eingesetzt werden.

Zur Gruppe 1, mit einem Gerätegewicht bis 3 kg, gehören z.B. partikelfiltrierende Halbmasken (FFP 1, FFP 2 oder FFP 3) oder gebläseunterstütze Filtergeräte mit Voll- oder Halbmaske.

Zur Gruppe 2, mit einem Gerätegewicht zwischen 3 und 5 kg, gehören z.B. Filtergeräte mit Gasfiltern und Kombinationsfiltern und Schutzanzüge in Verbindung mit Schlauch- oder Filtergeräten.

Zur Gruppe 3 , mit einem Gerätegewicht über 5 kg, gehören z.B. frei tragbare Isoliergeräte wie Behältergeräte mit Druckluft sowie Regenerationsgeräte.

Das Modul „Arbeits- und Betriebsmittel“ von eplas unterstützt Sie dabei, Ihre eingesetzten Atemschutzgeräte zu verwalten und z.B. notwendige Wartungstermine oder Filterwechsel im Blick zu behalten.

Beschäftigte, die während der Arbeit Atemschutz tragen müssen, sind vor der ersten Benutzung und nach Bedarf in der bestimmungsgemäßen Benutzung sowohl theoretisch als auch praktisch zu unterweisen.
Zudem ist für Beschäftigte, die während ihrer Tätigkeiten Atemschutzgeräte der Gruppe 2 oder 3 tragen, eine Pflichtvorsorge nach ArbMedVV erforderlich. Für Atemschutzgeräte der Gruppe 1 kann den Beschäftigten nach ArbMedVV eine Angebotsuntersuchung angeboten werden. Mit dem Modul „Arbeitsmedizinische Vorsorge“ können Sie zum Einen Ihren Beschäftigten die Vorsorge anbieten, die Sie benötigen und zum Anderen automatisch und rechtssicher die gesetzlich vorgeschriebene Vorsorgekartei führen.