PSA – Fußschutz

PSA – Fußschutz

Zu den Grundpflichten von Arbeitgeber*innen nach Arbeitsschutzgesetz gehört es, erforderliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu treffen, um die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten sicherzustellen.

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass eine Gefährdung der Füße besteht, so muss der Arbeitgeber einen Fußschutz zur Verfügung stellen, wenn die Gefährdungen nicht anders verhindert bzw. ausreichend gemindert werden können. Die Kosten für den Fußschutz trägt der*die Arbeitgeber*in.

Die Füße können durch folgende Einwirkungen geschädigt werden:

  • Mechanisch, z.B. durch Schnitte, Splitter, Stiche und Abrieb
  • Optisch, z.B. durch Sonneneinstrahlung oder Laserstrahlung
  • Chemisch, z.B. durch Flüssigkeiten oder Dämpfe
  • Thermisch, z.B. durch Kälte- und Hitzeeinwirkungen
  • Biologisch, z.B. durch Viren oder Bakterien
  • Elektrisch, z.B. durch Stromeinwirkung

Schuhformen:

  • Halbschuh
  • Niedrige
  • Halbhohe
  • Hohe
  • Oberschenkelhohe Stiefel

Bei vielen Tätigkeiten, wie z.B. dem Schweißen, treten mehrere dieser Gefährdungen zusammen auf. Der Fußschutz muss in diesen Fällen einen ausreichenden Schutz gegen alle auftretenden Gefährdungen bieten.

Zur Auswahl eines geeigneten Fußschutzes sind unter anderem folgende Parameter zu beachten:

  • Rutschhemmung
  • Wasserdurchtritt
  • Durchtrittsicherheit
  • Stärke der Zehenkappe
  • Elektrischer Durchgangswiderstand
  • Kälte-/ Wärmeschutz

Schuhe müssen gemäß den Normen der Reihe DIN EN ISO 20344 bis DIN EN ISO 20347 gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung umfasst beispielsweise die Schuhgröße, den Hersteller, die Nummer der europäischen Norm, das Kennzeichnungssymbol und falls erforderlich Piktogramme.

Die Begrifflichkeit Schutz- und Sicherheitsschuh wird oft fälschlicherweise synonym verwendet….

Sicherheitsschuhe müssen aber deutlich höhere Anforderung erfüllen als Schutzschuhe.

  • Sicherheitsschuhe sind mit der Kurzbezeichnung „S“ gekennzeichnet und müssen Schutz gegen eine Energie von 200 J und eine Druckkraft von 15 kN bieten.
  • Schutzschuhe sind mit der Kurzbezeichnung „P“ gekennzeichnet und müssen Schutz gegen eine Energie von 100 J und eine Druckkraft von 10 kN bieten.
  • Berufsschuhe sind mit der Kurzbezeichnung „O“ gekennzeichnet und müssen mindestens mit einem schützenden Bestandteil ausgestattet sein.

Beschäftigte Personen, die während der Arbeit Fußschutz tragen müssen, sind vor der ersten Benutzung und nach Bedarf in der bestimmungsgemäßen Benutzung und der ordnungsgemäßen Aufbewahrung zu unterweisen.