Ersthelfer und Ersthelferinnen

Ersthelfer und Ersthelferinnen

Wie viele Ersthelfer*innen muss ein Betrieb haben?

Sobald eine bestimme Anzahl an Mitarbeiter*innen überschritten ist reicht nicht mehr nur ein*e Ersthelfer*in im Betrieb. Der Spitzenverband der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung hat festgelegt, dass in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 % Ersthelfer*innen ausgebilder sein müssen, wenn der Betrieb mehr als 20 anwesende Versicherte hat.

In Betrieben mit höherem Risiko wie Produktions- und Handwerksbetrieben muss es 10% zertifizierte Ersthelfer*innen geben. Wichtig ist nur zu beachten, dass bei der Zahl der Mitarbeiter*innen nur die gezählt werden, die gleichzeitig auf dem Betriebsgelände etc. tätig sind.

Der*die Arbeitgeber*in hat die Pflicht für die Anwesenheit und ausreichende Anzahl an Ersthelfer*innen zu sorgen!

Weiterhin muss das Unternehmen dafür Sorge tragen, dass die Ersthelfer*innen regelmäßig fortgebildet werden. In der Regel in Zeitabständen von zwei Jahren.

Die DGUV-Vorschrift 1 legt nicht fest, dass sich die Bestellung zum*r Ersthelfer*in an beschäftigte Versicherte richten muss. Auch betriebsfremde Personen können als Ersthelfer*innen fungieren und Aufgaben, die damit verbunden sind, übernehmen. So kann z.B. auch auf eine externe Erste-Hilfe-Organisation zurückgegriffen werden.

Wozu sollten Ersthelfer*innen in der Lage sein?

  • einen Notruf abzusetzen,
  • eine Unfallstelle abzusichern,
  • psychische Betreuung zu leisten,
  • Maßnahmen zum Wärmeerhalt durchzuführen,
  • Herz-Lungen-Wiederbelebung einzuleiten,
  • die stabile Seitenlage einzurichten sowie
  • gefährliche Blutungen zu erkennen und die richtigen Maßnahmen dagegen zu ergreifen.