Kopfschutz

Kopfschutz

Zu den Grundpflichten von Arbeitgeber*innen nach Arbeitsschutzgesetz gehört es, erforderliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu treffen, um die Sicherheit und die Gesundheit der beschäftigten Personen sicherzustellen.

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass eine Gefährdung des Kopfes besteht, so muss der*die Arbeitgeber*in einen Kopfschutz zur Verfügung stellen, wenn die Gefährdungen nicht anders verhindert bzw. ausreichend gemindert werden können. Die Kosten für den Kopfschutz trägt der*die Arbeitgeber*in.

Der Kopf kann durch folgende Einwirkungen geschädigt werden:

  • Anstoßen
  • Herabfallende Gegenstände
  • Pendelnde Gegenstände
  • Wegfliegende Gegenstände
  • Einwirkung von elektrischem Strom

Kopfschutzformen:

Abhängig vom Einsatzfall können die Formen des Kopfschutzes variieren. Gängig sind Helme mit heruntergezogenem Nackenteil, verkürztem Schirm oder umlaufendem Rand. Neben klassischen Helmen können auch Anstoßkappen zur Anwendung kommen.

Bei vielen Tätigkeiten treten mehrere dieser Gefährdungen zusammen auf. Der Kopfschutz muss in diesen Fällen einen ausreichenden Schutz gegen alle auftretenden Gefährdungen bieten. Zur Auswahl eines geeigneten Kopfschutzes sind unter anderem folgende Parameter zu beachten:

  • Stoßdämpfung
  • Durchdringungsfestigkeit
  • Beständigkeit gegen thermische Einflüsse
  • Beständigkeit gegen unbeabsichtigten Kontakt mit elektrischem Strom
  • Guter Sitz/Passform

Die Passform spielt dabei eine besondere Rolle. Es darf nur ein Kopfschutz getragen werden, der in verschiedenen Größen hergestellt wird und der eine individuelle Feinabstimmung zulässt. Üblich ist die Einstellung mittels Drehrad am Hinterkopf.

Kennzeichnung:

Die Kennzeichnung unterscheidet zwischen Industrieschutzhelmen nach EN 397 und Industrieanstoßkappen nach EN 812. Beide haben folgende Angaben gemein:

  • Name oder Zeichen des Herstellers
  • Jahr und Quartal der Herstellung
  • Typbezeichnung des Herstellers
  • Größe oder Größenbereich (Kopfumfang in cm)
  • Temperaturfenster (-20°C oder -30°C / +150°C)
  • Widerstand gegen elektrischen Strom (440 Vac)

Exklusiv bei Industrieschutzhelmen sind folgende zusätzliche Parameter anzugeben:

  • Kurzzeichen des verwendeten Helmmaterials
  • Gefährdung durch Spritzer von geschmolzenem Metall (MM)
  • Gefährdung durch seitliche Beanspruchung (LD)

Exklusiv bei Industrieanstoßkappen ist folgender zusätzlicher Parameter anzugeben

  • Flammbeständigkeit (F)

Austausch:

Helme und Anstoßkappen haben ein Haltbarkeitsdatum. Dieses sollte dokumentiert und der Kopfschutz spätestens bei Ablauf des Datums ausgetauscht werden. Beides kann über das eplas Modul Arbeits- und Betriebsmittelverwaltung sichergestellt werden – Nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf! Ungeachtet des Haltbarkeitsdatums ist der Kopfschutz nach einer starken Beaufschlagung und bei sichtbaren Mängeln auszutauschen.