Jugendarbeitsschutz – Was gibt es zu beachten?

Jugendarbeitsschutz – Was gibt es zu beachten?

Im August und September beginnen in Deutschland wieder über 500.000 Personen, hauptsächlich Jugendliche, eine Ausbildung.

Stellen auch Sie neue Auszubildende ein?

Wussten Sie, dass für Jugendliche Beschäftigte besondere Vorgaben gelten und Sie als Arbeitgeber*in besondere Verpflichtungen haben?

Für die Beschäftigung von Personen unter 18 Jahren gilt in Deutschland seit 1976 das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG), welches zuletzt am 12.12.2019 geändert wurde.

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Übrigens: Auch wir haben noch eine Ausbildungsstelle in diesem Jahr frei. Alle Informationen erhalten Sie hier!

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Pflichten Arbeitgeber*in

Für Arbeitgeber*innen ergeben sich aus dem JArbSchG besondere Pflichten bei der Beschäftigung von Jugendlichen. Darunter zählen z.B.:

  • Freistellung der Jugendlichen für die Teilnahme am Berufsschulunterricht sowie für Prüfungen und Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte.
  • Gewährung von mindestens 25 Werktagen bezahltem Erholungsurlaub; bei unter 16 Jährigen sogar mindestens 30 Tage.
  • Einrichtung und Unterhaltung von Arbeitsstätten unter Berücksichtigung der allgemein anerkannten sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Regeln.
  • Beurteilung der mit der Beschäftigung verbundenen Gefährdungen.

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Arbeitszeit

Jugendliche dürfen nur in der Zeit von 6 bis 20 Uhr, täglich nicht mehr als 8 Stunden und wöchentlich nicht mehr als 40 Stunden beschäftigt werden. Ausnahmen hiervon gibt es z.B. für jugendliche Beschäftigte in der Landwirtschaft.

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Unterweisung

Jugendlichen müssen vor Beginn der Beschäftigung und bei wesentlicher Änderung der Arbeitsbedingungen und danach regelmäßig, mindestens aber halbjährlich unterwiesen werden. Bei der Planung, Durchführung und Überwachung der für die Sicherheit und Gesundheitsschutz geltenden Vorschriften wird der*die Arbeitgeber*in durch Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit unterstützt.

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Gesundheitliche Untersuchung

Vor Eintritt in das Beschäftigungsverhältnis muss der Jugendliche von einem Arzt untersucht werden. Die Untersuchung muss nach einem Jahr wiederholt werden und kann darüber hinaus jährlich fortgeführt werden. Dem*der Arbeitgeber*in ist eine Bescheinigung über die Untersuchung vorzulegen.

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Beschäftigungsverbote

Zum Schutz vor Belastungen und Gefahren, gibt es für Jugendliche besondere Beschäftigungsverbote und -beschränkungen. Dazu zählen z.B.:

  • Arbeiten mit schädlicher Einwirkung von Lärm, Erschütterung oder Strahlen
  • Arbeiten, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von Gefahrstoffen oder biologischen Arbeitsstoffen ausgesetzt sind

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Ausnahmen

  • Beschäftigung in Arbeitsgruppen mit Akkordarbeit
  • Arbeiten unter Tage

Ausnahmen von den Beschäftigungsverboten können bestehen, soweit dies zur Erreichung ihres Ausbildungsziels erforderlich ist und der Schutz durch die Aufsicht eines Fachkundigen gewährleistet ist. Mit eplas® können Sie die regelmäßige Untersuchung Ihrer Jugendlichen Auszubildenden sicherstellen und dokumentieren. Darüber hinaus kann die halbjährliche Unterweisung der Jugendlichen automatisch und ohne großen Mehraufwand durchgeführt und dokumentiert werden. Melden Sie sich bei Interesse unter info@eplas.net!

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