Gefährdungsbeurteilung

Gefährdungsbeurteilung

Sind Sie heute schon über eine Straße gegangen? Dann haben Sie sicher zuerst überprüft, ob Sie diese gefahrlos überqueren können. Schon haben Sie eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt. Gefährdungsbeurteilungen sind allgegenwärtig in unserem Alltag, so auch am Arbeitsplatz.

Die Gefährdungsbeurteilung stellt das Fundament des Arbeitsschutzes dar. Von ihr wird abgeleitet welche Maßnahmen zu treffen sind. Dazu gehört beispielsweise die Ermittlung von Unterweisungsinhalten, die Durchführung von arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen oder die Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung. Die Gefährdungsbeurteilung ist dabei immer vor Aufnahme der Tätigkeit durchzuführen.

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Eine Gefährdungsbeurteilung muss alle Gefährdungen ermitteln, die auf eine*n Beschäftigte*n im Rahmen seiner Tätigkeit und aus seinem örtlichen Arbeitsbereich einwirken. Typische Gefährdungen entstehen durch:

  • Gestaltung des Arbeitsplatzes
  • Physikalische, chemische oder biologische Einwirkungen
  • Auswahl der Arbeitsmittel (Maschinen, Werkzeuge, Stoffe)
  • Arbeitsverfahren
  • Unzureichende Qualifikation, Unterweisung
  • Psychische Belastungen

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Die Anlässe für eine Gefährdungsbeurteilung sind verschieden. Sie sollte insbesondere bei den folgenden Ereignissen durchgeführt werden:

  • Neubau/ Umbau eines Gebäudes
  • Beschaffung/ Umbau einer Maschine
  • Neubeschaffung von Arbeitsmitteln/ PSA
  • Änderungen des Arbeitsablaufes
  • Arbeitsunfällen/ Beinaheunfällen
  • Regelmäßige Wiederholung

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Die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung ist Teamarbeit und nicht alleinige Aufgabe der Sicherheitsfachkraft. Teilnehmer*innen sind Führungskräfte, Betriebsräte, Betriebsärzt*innen sowie Sicherheitsbeauftragte und Sicherheitsfachkräfte. Besonders zu empfehlen ist darüber hinaus die Beteiligung der beschäftigten Personen. Diese können aus der täglichen Erfahrung heraus wertvollen Input liefern.

Eine Gefährdungsbeurteilung ist ein dynamischer, permanenter Prozess, der sich üblicherweise aus sieben Schritten zusammensetzt.

  1. Betriebsstrukturen (Abteilungen, Arbeitsplätze)
  2. Tätigkeiten (Zusammenfassen, einmalig betrachten)
  3. Gefährdungen (Faktorenmenü, Begehung, Mitarbeiterbefragung)
  4. Risiko (Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadensschwere)
  5. Maßnahmen (Substitution, technisch, organisatorisch, persönlich)
  6. Umsetzung der Maßnahmen (Alle Beteiligten müssen mitwirken)
  7. Wirksamkeitskontrolle (Bestätigung, Findung alternativer Maßnahmen)

Unser Modul Gefährdungsbeurteilung unterstützt Sie bei der Durchführung Ihrer Gefährdungsbeurteilungen. Infos zum Modul finden Sie Hier!