Wegeunfälle

Wegeunfälle

Im Jahr 2019 gab es 186.859 Wegeunfälle in Deutschland!

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Aber was sind Wegeunfälle eigentlich?
Man bezeichnet versicherte Unfälle auf dem unmittelbaren Weg von Wohnung/Haus zur Tätigkeit (Arbeit, Schule, Kindergarten) als Wegeunfälle.

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Es gibt verschiedene Voraussetzungen/Informationen, damit ein Unfall auch ein Wegeunfall ist:

  1. Versicherungsschutz besteht egal wie man zur Tätigkeit kommt. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, der Bahn oder auf Inline Skates, die Wahl der Fortbewegung bleibt jedem selbst überlassen.
  2. Der Versicherungsschutz beginnt und endet an der Eingangstür der Wohnung/Haus. Somit ist ein Unfall im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses kein Wegeunfall.
  3. Normalerweise verfällt der Versicherungsschutz wenn man nicht den direkten Weg zur Tätigkeit nimmt. Ausnahmen sind jedoch z. B. Fahrgemeinschaften, die Mitfahrer*innen absetzen/abholen. Ebenso können Verkehrssituationen einen alternativen Weg rechtfertigen. Beispielsweise einen Stau zu umfahren ist gestattet.
  4. Der Versicherungsschutz besteht nicht länger wenn man „mal eben“ in den Supermarkt geht der auf dem Heimweg liegt.

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Achtung: Sollten Arbeitnehmer*innen vom direkten Heim-/Hinweg abweichen und nicht unter die obigen Ausnahmen fallen, trägt der Versicherungsschutz nicht mehr. Allerdings kann dieser wieder aktiviert werden, wenn der*die Arbeitnehmer*in wieder auf den direkten Arbeitsweg zurückkehrt. Arbeitnehmer*innen dürfen den direkten Weg nicht länger als zwei Stunden unterbrechen!

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Pflichten von Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen

Arbeitgeber*innen müssen Wegeunfälle bei der Berufsgenossenschaft melden. Diese bewertet den Unfall dann.

  • Tödliche Unfälle müssen unmittelbar gemeldet werden (Auch an die Landesbehörde)!
  • Normale Wegeunfälle haben eine Frist von maximal drei Tagen nach dem Unfall.

Arbeitnehmer*innen müssen den Unfall ebenfalls melden. Das geschieht meist über einen Vordruck. Für die Meldung benötigt man folgende Informationen:

  • Mitgliedsnummer seines/ihres UnternehmensKrankenkasse
  • Den eigenen Namen und die Anschrift
  • Zeit und Ort des Unfalls
  • Beschreibung der Verletzung und an welchem Körperteil
  • Informationen zu Zeugen des Wegeunfalls
  • Daten des Durchgangsarztes, der ihn/sie behandelt

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Bleiben Sie sicher!