Winter-/Streudienst

Winter-/Streudienst

Dass der Sommer in Deutschland vorbei ist, wird nicht erst durch die Umstellung der Sommer- auf die Winterzeit am 25.10.2020 deutlich. Nachts sinken die Temperaturen bereits deutlich und erreichen mancherorts bereits den Gefrierpunkt. 

Die kalte Jahreszeit bedeutet für Unternehmer*innen, dass eine weitere Gefährdung und ein möglicher Unfallschwerpunkt berücksichtigt werden muss: Rutsch- und Sturzunfälle auf Grund von Schnee- oder Eisglätte.

Im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung hat der*die Unternehmer*in geeignete Schutzmaßnahmen für die Sicherheit auf Verkehrswegen innerhalb des Betriebsgeländes festzulegen und umzusetzen.

Besonders im Freien liegende Verkehrswege wie Treppen, Laderampen und Gebäudeein- und ausgänge müssen unter Berücksichtigung besonderer Witterungseinflüsse wie Schnee- und Eisglätte sicher benutzbar sein.

Zur Vermeidung von Rutsch- und Sturzunfällen sollten vom*von der Arbeitgeber*in daher folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Winterdienst rechtzeitig planen und organisieren
  • Betriebsgelände frühzeitig vor Arbeitsbeginn und besonders in Zeiten mit verstärktem Verkehrsaufkommen räumen/streuen (lassen)
  • Beschäftigte Personen in der Nutzung der Verkehrswege unterweisen
  • Instandhaltungsarbeiten an Außenflächen rechtzeitig durchführen, um Pfützen und Eisflächen zu vermeiden
  • Verkehrswege und -flächen Instandhalten und ausreichend beleuchten
  • Mechanische Mittel zur Räumung oder abstumpfende oder auftauende Mittel bereit halten und an entsprechender Stelle zur Verfügung stellen

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Abstumpfende Streumittel

Zu den abstumpfenden Mitteln zählen z.B. Holzspäne, Sand, Kies oder Split. Sie finden häufig dann Verwendung, wenn der Einsatz von Streusalz nicht erlaubt ist. Es gilt jedoch zu berücksichtigen, dass es nach dem Abtauen der Glätte zu einer Rutschgefahr durch das frei liegende Streugut kommen kann.

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Auftauendes Streumittel

Auftauende Streumittel, wie z.B. Tausalz werden häufig nach einer erfolgten Schneeräumung eingesetzt und können das erneute gefrieren der Fläche bis zu einer gewissen Temperatur verhindern.

Neben den Maßnahmen des Unternehmens können auch die beschäftigten Personen durch achtsames und angepasstes Verhalten dazu beitragen, Unfälle in Folge von Schnee- und Eisglätte zu vermeiden:

  • ausschließlich geräumte und gestreute Verkehrswege, die für die Nutzung vorgesehen sind, nutzen
  • Rutschfestes Schuhwerk tragen
  • vorsichtig Gehen und hektisches Gehen und Laufen vermeiden
  • Gefahren durch Glatteis, Dachlawinen oder Eiszapfen melden oder beseitigen

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Räum- und Streupflicht für Privatpersonen

Schnee und entstandene Glätte müssen in der Zeit von 7 bis 20 Uhr unverzüglich, also nach Beendigung des Schneefalls oder nach dem Entstehen der Glätte, beseitigt werden. Dabei müssen die Gehwege oder alternativ eine Gehbahn von 1,5m entlang der Grundstücksgrenze von Schnee und Eis freigehalten werden. Nähere Informationen zur Räum- und Streupflicht erhalten Sie bei Ihrer Stadt oder Kommune. Wir hoffen, dass Sie sicher und vor allem rutschfrei in die Winterzeit starten.



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