Wildwechsel auf dem Arbeitsweg

Wildwechsel auf dem Arbeitsweg

Dort, wo sich Mensch und Tier im Straßenverkehr kreuzen, kommt es leider immer wieder zu Unfällen. Die Zahlen variieren zwischen 200.000 – 250.000 Unfällen. Dabei wurden im Jahr 2019, 2867 Personen verletzt. Die meisten Kollisionen finden mit Rehen und Wildschweinen statt.

Wildunfälle lassen sich insbesondere durch erhöhte Aufmerksamkeit und eine Reduzierung der Geschwindigkeit vermeiden. Beachten Sie Schilder, die auf Wildwechsel hinweisen. Besonders in den frühen Morgenstunden und während der Dämmerung sollte man bei Wald-Durchfahrten und an Feldrändern besonders aufmerksam und bremsbereit sein. Diese Zeiten überschneiden sich häufig mit dem Weg zur Arbeit und dem Heimweg. Im März und Oktober kann sich die Situation verschärfen, da die Zeitumstellung in Kraft tritt. Der Biorhythmus der Tiere muss sich erst anpassen. Dadurch kann es passieren, dass Tiere zu anderen Zeiten Verkehrswege kreuzen.

Sollten Sie ein Wildtier am Straßenrand sehen, reduzieren Sie umgehend die Geschwindigkeit. Wildtiere können keine Geschwindigkeiten oder Entfernungen einschätzen. Auch wenn das Tier Sie sieht, kann es vor Ihr Auto springen. Schalten Sie insofern aktiviert das Fernlicht aus. Das Tier könnte geblendet werden und dadurch stehen bleiben. Betätigen Sie zusätzlich die Hupe, um das Wild zu verscheuchen.

Befindet sich das Tier schon auf der Fahrbahn, lösen Sie eine Notbremsung aus. Halten Sie dabei die Spur. Unkontrolliertes Ausweichen könnte zu einer Kollision mit dem Gegenverkehr oder einem Baum führen und für Sie tödlich enden.

Ist es zum Unfall gekommen, beachten Sie bitte folgende Punkte:

• Ruhe bewahren, Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und Unfallstelle mit Warndreieck absichern.

• Sind Personen verletzt, den Notruf über die 112 absetzen und Erste Hilfe leisten.

• Auch ohne Personenschaden muss die Polizei über die 110 und in vielen Bundesländern ein Jäger informiert werden. Lassen Sie sich vom Jäger unbedingt eine Wildschadenbescheinigung aushändigen.

• Ziehen Sie tote Tiere wenn möglich an den Straßenrand, um Folgeunfälle zu vermeiden. Achten Sie dabei auf Ihren eigenen Schutz und tragen Sie Handschuhe. Das Tier könnte von Parasiten befallen sein oder eine Krankheit haben. Verletzte Tiere sollten Sie nicht anfassen, da diese sich unter Umständen noch wehren könnten.

• Warten Sie am Unfallort, bis die Polizei oder ein Jäger eingetroffen ist.

• Entfernen Sie unter keinen Umständen das Wild vom Unfallort. Es droht eine Anzeige wegen Wilderei, die eine Strafe nach sich ziehen könnte.

 

 Fahren Sie vorsichtig!



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