Kältearbeitsplätze

Kältearbeitsplätze

Wir alle konnten in den letzten Wochen spüren, was es bedeutet Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt ausgesetzt zu sein. Viele Beschäftigte sind niedrigen Temperaturen, teils weit unter dem Gefrierpunkt, während Ihres Arbeitsalltags ausgesetzt.  Sie arbeiten an sogenannten Kältearbeitsplätzen.

 

Einteilung der Kältearbeitsplätze in Kältebereiche

DIN 33403 Teil 5 teilt Kältearbeitsplätze in 5 Kältebereiche ein. Danach handelt es sich bereits bei einer Lufttemperatur zwischen +15°C und +10°C um einen Kältearbeitsplatz im Kältebereich I. Saisonal und meteorologisch bedingt liegen an vielen Arbeitsplätzen im Freien, z. B. Forst- und Landwirtschaft, Baugewerbe und dem Landschafts- und Gartenbau, an einer Vielzahl der Arbeitstage die Temperaturen unter +15°C.

 

 

Kältearbeitsplätze in der Lebensmittelindustrie

Besonders in der Lebensmittelindustrie sind große Kühlräume vorhanden, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern. Dabei wird zwischen einer Kühlung (+10°C bis -18°C) und der Tiefkühlung (ab -18°C) unterschieden. Diese Arbeitsplätze fallen in die Kältebereiche II bis V. Besonders für Beschäftigte die in Kühlräumen tätig werden bestehen Gefährdungen durch Unterkühlung und daraus resultierenden Herz- Kreislaufproblemen sowie Erfrierungen bei direktem Hautkontakt mit gefrorenen Produkten.

 

 

Schutzmaßnahmen gegen Kälte

Um die Sicherheit der Beschäftigten innerhalb von Kühlräumen zu gewährleisten gibt es eine Vielzahl an Schutzmaßnahmen. Die Auswahl der eingesetzten Schutzmaßnahmen erfolgt auf Grundlage einer durchzuführenden Gefährdungsbeurteilung.

 

  • Technische Schutzmaßnahmen
    • Vorhandensein einer Tür, die jederzeit von Innen geöffnet werden kann
    • Notausstieg
    • Kennzeichnung der Ausgänge und Fluchtwege durch Sicherheitsbeleuchtung
    • Unabhängige Notrufeinrichtung bei Kühlräumen >20 Quadratmeter und -10°C
    • Fußbodenheizung im Eingangsbereich von Tiefkühlräumen zur Vermeidung von Eisbildung
 
  • Organisatorische Schutzmaßnahmen
    • Begrenzung der Aufenthaltszeit in Tiefkühlräumen unter -25°C auf maximal 2 Stunden; anschließende 15-minütige Aufwärmpause
    • Kontaktmöglichkeit der Beschäftigten gewährleisten
 
  • Persönliche Schutzmaßnahmen
    • Den Temperaturen, der Verweilzeit und der Beschäftigungsart entsprechende und angepasste Arbeitskleidung auswählen
    • Bereitstellung von warmer Unterwäsche
    • Bereitstellung von Kälteschutzkleidung für Gesicht, Hände und Füße bei Temperaturen unter -25°C
 

Zusätzlich zu diesen Schutzmaßnahmen ist für Beschäftigte die Tätigkeiten bei unter -25°C durchführen die Durchführung einer arbeitsmedizinischen Pflichtvorsorge vorgeschrieben.

 

Mit eplas® führen Sie die geforderte Gefährdungsbeurteilung für Kältearbeitsplätze durch, lassen Ihren Beschäftigten die benötigten Unterweisungen zukommen und behalten die arbeitsmedizinische Pflichtvorsorge im Blick. Sprechen Sie uns gerne an. 



Top