SHLF über eplas®

SHLF über eplas®

Innovative Arbeitsschutzsoftware

Schleswig-Holsteinische Landesforsten setzen auf »eplas.net«. André Gudat, Sachgebiet Arbeitsschutz, Schleswig-Holsteinische Landesforsten (AöR)

Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) setzen seit jeher darauf, dass ihre Beschäftig­ten die Unternehmenszielsetzun­gen für Sicherheit und Gesund­heitsschutz in allen persönlichen Arbeitsgebieten konsequent um­setzen. Dazu zählt zum Beispiel auch die Integration von Innovati­onen oder die ständige Optimie­rung von technischen und organi­satorischen Abläufen.
Um die wichtigsten Anforderun­gen des Arbeitsschutzes bei den SHLF nicht nur rechtssicher um­zusetzen, sondern um Arbeits­schutzprozesse zukünftig noch besser zu strukturieren, wurde die Arbeitsschutzsoftware »eplas.net« beschafft. Gleichzeitig soll sie die Führungskräfte bei der Wahrneh­mung ihrer Arbeitsschutzpflichten gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr unterstüt­zen und entlasten. Durch die Soft­ware werden in den SHLF ganz neue Wege beschritten. Vielen der Kolleginnen und Kollegen werden mit Einsatz der Software Unter­weisungen, Dokumente, Termine und Aufgaben aus dem Bereich des Arbeits- und Gesundheits­schutzes von zentraler Stelle oder von der jeweiligen Führungskraft über »eplas.net« zugewiesen. Das bringt vor allem Vorteile in den Förstereien oder den teilautono­men Mobilen Forstwirt-Gruppen (MFG), da sie als Arbeitseinheit dezentral organisiert sind. Das Herzstück von »eplas.net« besteht aus einer sehr umfangrei­chen Rechte-, Rollen- und Eigen­schaftenstruktur, einer Orte- und Abteilungsstruktur sowie einer sogenannten Profil- und Themen­matrix. Über diese Profil- und Themenmatrix werden z.B. alle Unterweisungsthemen, arbeits­medizinischen Vorsorgen, Schu­lungen und Qualifikationen als auch Beauftragungen terminge­nau und wiederkehrend für das jeweilige Mitarbeiterprofil organi­siert und über das System automa­tisch veranlasst.

 Unterweisungen und andere betrieblich relevante Themen können bei den SHLF nun erstmalig anstelle von Präsenz­veranstaltungen als E-Learning/ Blended Learning durchgeführt werden. Führungskräfte und Be­schäftigte sind so gefordert, sich mit den Arbeitsschutzthemen ihres Verantwortungsbereiches verlässlich und kontinuierlich aus­einander zu setzen.

Das zentrale Arbeitsschutz­element der Gefährdungsbeur­teilungen lässt sich auf Basis von vorgegebenen und betrieblich anpassbaren Faktorenmenüs oder aber über Checklisten sehr indi­viduell bearbeiten. Maßnahmen lassen sich in diesem Modul über­sichtlich zuweisen, verfolgen und dokumentieren. Gefährdungsbe­urteilungen können kopiert oder vererbt werden. Beim Vererben können alle Inhalte in den vererb­ten Gefährdungsbeurteilungen durch das Verändern von Inhalten in dem Stammdokument einheit­lich mit verändert bzw. angepasst werden.
Ein weiteres neues, fast gren­zenlos gestaltbares Element, stellt das Modul »Checklisten/Work­flow« dar. Hiermit lassen sich di­gitale, im System integrierbare Checklisten für z.B. kalkulierte Ereignisse wie geplante Audits, Rundgänge und Arbeitsergebnis­überprüfungen erstellen oder für den »spontanen« Bedarf, wie die Meldung eines Vorfalls oder Be­gehungsprotokolle, abrufen oder zuweisen. Aber auch eine Mitar­beiterstammdatenerweiterung ist mit diesem Modul möglich. Über das jeweils personalisierte Dash­board der Software erhält jede/r Beschäftigte den Zutritt zu ihren/ seinen relevanten Unterweisun­gen, Terminen, Dokumenten, Auf­gaben und Audits. Führungskräfte haben hier jederzeit den für die Umsetzung ihrer Arbeitsschutzpflichten notwendigen Überblick auf diese Themen und weitere ar­beitsschutzrelevante Daten ihrer Mitarbeiterinnen. 

Der digitale Zugriff auf die jeweils relevanten und aktuel­len Arbeitsschutzdaten, wie z. B. Betriebsanweisungen, Sicher­heitsdatenblätter, Bedienungs­anleitungen oder Gefährdungs­beurteilungen wird somit für alle Beschäftigten sichergestellt. Zu­gänge für Besucher oder Fremd­mitarbeiter sind ebenfalls möglich.
Die Einführung von »eplas.net« erfolgt bei den SHLF in zwei Schritten, so dass zuerst die Module »Basismodul«, »Gefährdungsbe­urteilung«, »Gesundheitsmanage­ment« und das Modul »Checklis­ten/Workflow« eingeführt wurden. Im zweiten Schritt ab 2021 folgen die Module »Gefahrstoffmanage­ment«, »Betriebsanweisungen« und »Anlagen- und Betriebsmit­telmanagement«. Erste Schulun­gen und Einweisungen sind seit der zweiten Jahreshälfte 2020 auf­genommen worden und werden jetzt schrittweise bis zur komplet­ten Inbetriebnahme aller Module umgesetzt.

Quelle: FTI 1/2021 – KWF
Autor: André Gudat

 



Top