Hautkrebs

Hautkrebs

Hautkrebs als Berufskrankheit

Die Hauptursache für die Entstehung von Hautkrebs ist die UV-Strahlung der Sonne. Bestimmte Hautkrebserkrankungen können durch langjährige UV-Strahlung der Sonne auch arbeitsbedingt entstehen. Aus diesem Grund wurden im Jahr 2015 Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen. Allein im Jahr 2019 wurden über 3700 Fälle von Hautkrebs als Berufskrankheit anerkannt.

 

Gefährdete Berufsgruppen

Zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören u.a. beschäftigte Personen

  • in der Land- und Forstwirtschaft.
  • in der Fischerei und Seefahrt.
  • im Baugewerbe und Handwerk (z. B. Dachdecker*innen, Landschaftsgärtner*innen).
  • im Straßenbau.
  • in der Badeaufsicht im Freibad.
 
Voraussetzungen der Berufskrankheit

Ob der Hautkrebs durch die Arbeit verursacht wurde, ist nicht einfach zu beantworten, weil auch nicht-arbeitsbedingte Expositionen berücksichtigt werden. Bei auffälligen Hautveränderungen wird grundsätzlich empfohlen, einen Arzt/ eine Ärztim aufzusuchen. Besteht bei der Diagnose Hautkrebs der Verdacht, dass diese arbeitsbedingt verursacht ist, meldet der Arzt die Erkrankung an den zuständigen Unfallversicherungsträger. Dieser übernimmt und koordiniert bei einer möglichen Anerkennung als Berufskrankheit alle weiteren Leistungen.

 

Erkennen von Hautkrebs

Folgende Zeichen können einen Hinweis auf eine chronische Lichtschädigung geben:

  • Tiefe Falten (Ausnahme mimische Falten)
  • Teleangiektasien (makroskopisch sichtbare Erweiterungen oberflächlich gelegener kleinster Blutgefäße)
  • Hypo- und Hyperpigmentierungen (verminderte oder übermäßige Pigmentierung der Haut)
  • Atrophien (Gewebeschwund der Haut)
  • Faltenbildung am Nacken
 
Vorbeugende Schutzmaßnahmen

Obwohl UV-Strahlung der Sonne die Hauptursache für die Entstehung von Hautkrebs ist, wird die Gefahr natürlicher UV-Strahlung immer noch unterschätzt. Dabei bieten bereits einfache Maßnahmen einen ausreichenden Schutz vor UV-Strahlung. 

Dazu gehören:

 

Technische Maßnahmen:
  • Unterstellmöglichkeiten (Sonnenschirme, Überdachungen) bereitstellen
  • Maschinen und Fahrzeuge mit Klimaanlagen ausrüsten
 
Organisatorische Maßnahmen:
  • Tätigkeiten nach Möglichkeit im Schatten ausführen
  • Aufenthaltszeit in der Sonne, besonders in der Mittagszeit, zeitlich begrenzen
  • Pausenzeiten im Schatten nehmen
  • Kühle Getränke zur Verfügung stellen und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen
  • UV-Index berücksichtigen und Arbeiten bei hohem UV-Index einstellen
 
Persönliche Maßnahmen:
  • Nach Möglichkeit körperbedeckende und luftdurchlässige Kleidung tragen
  • Kopfbedeckung und ggf. Sonnenbrille mit UV-Schutz tragen
  • UV-Schutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 verwenden
 
Arbeitsmedizinische Vorsorge

Beschäftigten Personen, die Tätigkeiten im Freien mit intensiver Belastung durch natürliche UV-Strahlung von regelmäßig einer Stunde oder mehr je Tag ausüben, ist gemäß Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge Angebotsvorsorge anzubieten.

 

eplas unterstützt Sie bei der Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsplätze, bei der Unterweisung Ihrer beschäftigten Personen in den vorbeugenden Schutzmaßnahmen sowie bei der Organisation und Dokumentation von arbeitsmedizinischen Vorsorgen. 

 

Informieren Sie sich und vereinbaren Sie einen Termin mit uns. 

 

 



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