Sehbehinderte Menschen

Sehbehinderte Menschen

Wie geht es nach der Schule weiter? Diese Frage ist für fast jeden jungen Menschen nicht leicht zu beantworten. Für Menschen mit einer Sehbehinderung ist dies oftmals noch schwieriger. Weiterführende Schule, Ausbildung oder Studium – auch für Menschen mit Sehbehinderung stehen hier die Türen unter gewissen Voraussetzungen offen.

Auch mit Seheinschränkungen können Aufgaben und Arbeiten genauso gut erledigt werden wie von jedem anderen auch. Natürlich eignet sich nicht jeder Beruf, aber dennoch sind einige Branchen vertreten, in denen Seheinschränkungen keine große Rolle spielen. Beispielsweise in Bereichen der IT, Physiotherapie oder Büroorganisation können Menschen mit eingeschränktem Sichtfeld recht leicht fußfassen. Blinde Menschen sind oft darauf angewiesen ihre anderen Sinne mehr zu trainieren, was ihnen in so manchem Berufsalltag von Vorteil sein kann. Daher ist zum Beispiel auch der Beruf Physiotherapeut geeignet, denn dort zählt viel mehr das Gefühl in den Händen des*r Therapeut*in als dessen Sehvermögen.

Das Arbeiten am PC ist heutzutage besonders etabliert bei sehbehinderten Menschen, da bestimmte Hilfsmittel wie Vergrößerungssoftware das Arbeiten am Bildschirm einfacher machen. Deswegen ist der IT-Bereich ein mittlerweile beliebter Berufszweig, in dem man auch nach abgeschlossener Ausbildung als Fachinformatiker*in oder Informatikkauffrau/-mann eine gute Vermittlungschance hat.

Oftmals ist es für Arbeitgeber*innen kein nennenswerter Mehraufwand, eine sehbehinderte Person zu beschäftigen. Es gibt beispielsweise spezielle Förderprogramme bei denen Arbeitgeber*innen Anträge zur Kostenübernahme für die behinderungsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes stellen können. Diese umfasst die Beschaffung von Arbeitsmitteln wie beispielsweise Computersysteme für Blinde und Sehbehinderte Menschen. Eine größere Hürde ist hierbei oft noch die Unwissenheit und mangelnde Aufklärung. Häufig fehlt der Kontakt zu Menschen mit diesen Handicaps und somit sind Arbeitgeber*innen oder Mitarbeiter*innen überfordert und verunsichert. Offene Kommunikation spielt dabei eine große Rolle, denn der Umgang wirft oftmals Fragen auf. Wie sieht der Alltag einer sehbehinderten Person aus? Wie orientieren sich diese Menschen im Alltag? Gibt es Hilfsmittel, die die Arbeit erleichtern würden? Was kann man selbst tun, um Hilfestellung zu geben – oder benötigt die Person  meine Hilfe überhaupt?

Sehbehinderungen sind nicht selten schwierig auf den ersten Blick zu erkennen, weil die Betroffenen sehr geschickt und effizient mit ihrem wenigen Sehvermögen umgehen und agieren können. Daher sollte mehr über diese Thematik gesprochen und darauf aufmerksam gemacht werden, dass es keine unüberwindbare Schwierigkeit ist, jemanden im Team zu haben, ein eingeschränktes Sichtfeld hat.

Barrierefreiheit spielt dabei natürlich auch eine Rolle. Eine kontrastreiche Gestaltung in Gebäuden und auch vor Treppen, damit diese nicht zu Stolperfallen werden, erleichtern den Arbeitsalltag. Aber letztendlich kommt es auf die Kommunikation zwischen den Menschen an. Eine einfache Nachfrage, ob man helfen kann, ist oft schon ausreichend, um den Alltag einer sehbehinderten Person einfacher zu gestalten.

In den kommenden Wochen werden auch wir immer wieder berichten, was wir gelernt haben durch unseren Praktikanten Willy und was wir vor allem im Bereich der Barrierefreiheit anpassen konnten.

Folgt uns daher gern auf Facebook, um unsere Erfahrungen zu teilen und selbst etwas über das Thema Sehbehinderung und Menschen, die damit ihren Alltag leben, zu lernen.



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