Laubbläser Lautstärke

Laubbläser Lautstärke

Mit Beginn des Herbstes fallen die Blätter von den Bäumen. Ab diesem Moment dauert es nicht mehr lange bis wir das vertraute Dröhnen der Laubbläser wahrnehmen können. In diesem Artikel möchten wir darauf Aufmerksam machen, was bei der Benutzung von Laubbläsern beachtet werden sollte.

 

Lärm ist das offensichtlichste Merkmal von Laubbläsern. Schallpegel von 100 dB und mehr sind keine Seltenheit. Das ist vergleichbar mit einem Presslufthammer. Schon ab einem dauerhaften Lärmpegel von 85 dB kann es zu Hörschäden kommen. Bei der Beschaffung sollte daher schon auf möglichst leise Geräte geachtet werden. Ist kein leises Gerät zu bekommen oder haben Sie bereits lautere Geräte im Bestand, sollten Sie in Ihrer Gefährdungsbeurteilung unbedingt die Notwendigkeit von arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen prüfen. Ab einer dauerhaften Lärmexposition von 80 dB und Peaks von 135 dB muss die G 20 Untersuchung „Lärm“ angeboten werden. Zur Pflichtvorsorge wird die Untersuchung bei einer dauerhaften Lärmexposition von 85 dB oder Peaks von 137 dB. Auch PSA-Artikel sollten als Maßnahme erwogen werden. Gehörschutz gegen den Lärm, sowie eine Schutzbrille gegen aufgewirbelte Partikel schützen Ihre Beschäftigten.

 

Neben Lärm emittieren insbesondere kraftstoffbetriebene Laubbläser Abgase. Greifen Sie, wenn möglich, auf elektrisch betriebene Geräte zurück.

 

Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, sollte geprüft werden, ob das Laub trocken genug ist. Feuchtes oder nasses Laub lässt sich nur schwer entfernen. Daher sollte die Witterung berücksichtigt werden. Bei der Bedienung sollte das Geräte seitlich vom Körper gehalten werden. Das vordere Ende hat dabei einen flachen Winkel zum Boden. Bewegen Sie sich langsam mit Hin- und Her-Bewegungen vorwärts und treiben Sie das Laub in die gewünschte Richtung. Ist das Laub an der gewünschten Stelle gesammelt, sollte es zügig aufgenommen werden. Andernfalls könnte der nächste Windstoß Ihre Arbeit zunichtemachen. Übrige einzelne Blätter lassen sich am besten mit einem Rechen aufnehmen.

 

Auch auf die Umwelt hat der Einsatz von Laubbläsern Auswirkungen. Die ausgestoßene Luft tritt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 220 km/h auf dem Boden auf. Dabei werden Kleintiere, Würmer und Insekten häufig getötet oder verletzt. Auf Naturböden wird zudem die fruchtbare Humusschicht weggeweht und damit zerstört. Wir empfehlen daher den Einsatz von Laubbläsern nur auf versiegelten Flächen. Auf Naturböden wirken sich Harken und Rechen weniger schädlich aus. Wenn Sie den Tieren in Ihrer Umgebung einen Gefallen tun wollen, häufen Sie das Laub auf. Das freut den Igel ebenso wie Schmetterlingslarven, Glühwürmchen, Marienkäfer, Molche und Falter, die hier über den Winter Unterschlupf finden.

 

Bei der Erstellung Ihrer Gefährdungsbeurteilung zum Thema „Arbeiten mit Laubbläsern“ unterstützen wir Sie gerne in eplas mit unserem Modul Gefährdungsbeurteilung. Erfassen und bewerten Sie Gefahren und leiten Sie Maßnahmen ab. Auch Vorsorgeuntersuchungen und PSA-Artikel verwalten Sie komfortabel in unserer Arbeitsschutzmanagementlösung.



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