Giftige Pflanzen im Garten

Giftige Pflanzen im Garten

In den letzten Wochen hat das besser werdende Wetter viele Hobbygärtner nach draußen getrieben. Insbesondere Zierpflanzen werden dabei meist anhand der Optik gekauft. Allerdings sollten insbesondere Familien und Haustierbesitzer darauf achten, ob die gewünschte Pflanze ggf. giftig sein könnte. Giftpflanzen finden sich nämlich fast in jedem Garten. Daher möchten wir in unserem heutigen Blogbeitrag über zehn Giftpflanzen informieren, die Gärtner kennen sollten.

Bevor wir mit der Liste starten, möchten wir jedoch die Erste Hilfe-Maßnahmen bei Vergiftungen durch Pflanzen beschreiben.
Wählen Sie sofort den Notruf 112, sobald der Verdacht einer Vergiftung besteht. Insofern Sie beobachtet haben, welche Pflanze oder Pflanzenbestandteile konsumiert wurden, sammeln Sie eine Probe für den Notarzt. Verabreichen Sie medizinische Kohle. Diese bindet Giftstoffe an sich.

Seidelbast (Daphne mezereum)

Die roten Beeren dieses Strauchs ähneln denen von Johannisbeeren. Das Gift ist vor allem in den Samen der Beeren und in der Rinde des Strauchs konzentriert. Als tödliche Dosis werden vier bis fünf Beeren für Kinder und zehn bis zwölf für Erwachsene angesehen.

Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)

Das Gewächs ähnelt insbesondere im Frühjahr dem Bärlauch. Es reichen allerdings bereits zwei bis fünf Gramm des Pflanzensamens aus, um eine tödliche Vergiftung zu bewirken.

Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum)

Bei Kontakt mit dieser Pflanze erleiden Menschen und Tiere äußerst schmerzhafte Verbrennungen. Diese heilen nur sehr langsam.

Goldregen (Laburnum anagyroides)

Der Baum bildet Früchte aus, die Erbsen- und Bohnenschoten sehr ähneln. Die tödliche Dosis für Kinder ist bereits mit drei bis fünf Schoten erreicht.

Tollkirsche (Atropa belladonna)

Auch diese Pflanze trägt Beeren als Frucht. Unreife Beeren sind grün, reife schwarz. Besonders tückisch ist, dass die Beeren einen süßlichen Geschmack aufweisen und dadurch keinen Ekelreflex auslösen. Bereits drei bis vier Beeren können für Kinder tödlich sein (zehn bis zwölf bei Erwachsenen).

Pfaffenhütchen (Euonymus europaea)

Die Pflanze entwickelt bunte, meist orange Früchte, die Kinde gerne verschlucken oder in den Mund nehmen. Die tödliche Dosis ist mit 30 bis 40 Früchten vergleichsweise hoch.

Eibe (Taxus baccata)

Der bis zu 20 Meter hohe Nadelbaum wird aufgrund seiner Schnittverträglichkeit häufig im Garten als Hecke oder für grüne Skulpturen verwendet. Es gibt Berichte, wonach bereits der Hautkontakt mit Schnittflächen oder zerriebenen Nadeln leichte Vergiftungssymptome hervorrief.

Rizinus (Ricinus communis)

Ein immer beliebter werdender Zierstrauch. Seine roten und haarigen Samenhüllen ziehen Kinder magisch an und die Samen schmecken gut. Bereits ein Samenkorn kann tödlich wirken.

Maiglöckchen (Convallaria majalis)

Auch das Maiglöckchen kann leicht mit Bärlauch verwechselt werden. Dieser wächst unglücklicherweise gerne in nächster Nachbarschaft zu dieser Pflanze. Alle Bestandteile der Pflanze sind giftig.

Eisenhut (Aconitum napellus)

Alte Namen für die Pflanze wie Ziegentod oder Würgling machen schnell klar, dass man besser die Finger von der Pflanze lassen sollte. Der Eisenhut ist die giftigste Pflanze im europäischen Raum. Bei manchen Giften der Pflanze handelt es sich um Kontaktgifte, sodass der bloße Hautkontakt Vergiftungen auslösen kann.



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