Verhaltensregeln im Brandfall

Verhaltensregeln im Brandfall

Obwohl die Anzahl an Bränden in Deutschland in den letzten Jahren etwas zurückgegangen ist, gehören sie immer noch zu den größten Gefahren für Mensch und Tier. Der Brandschutz – baulich, technisch und organisatorisch – liegt in der Verantwortung der Arbeitgeber*innen. Unter Brandschutz versteht man alle Maßnahmen, die der Entstehung und Ausbreitung eines Brandes vorbeugen, sowie wirksame Löscharbeiten und die Rettung von Mensch und Tier. Aber was ist zu tun, wenn es brennt? Im Ernstfall sind die meisten Leute überfordert und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen.

Damit es im Falle eines Brandes nicht zu Panik und überstürztem Handeln kommt, sollte man sich im Vorhinein mit dieser Thematik vertraut machen.

Flucht- und Rettungspläne

An gut sichtbaren Stellen im Gebäude sollten Flucht- und Rettungspläne hängen – zum Beispiel auf allen Fluren, im Eingangsbereich und in Treppenhäusern. Darauf müssen die Standorte von Brandmeldern, Feuerlöschern, Löschdecken oder Löschschläuchen eingezeichnet sein. Neben dem eigenen Standort muss auch erkenntlich sein, wo sich Notausgänge, Fluchtwege und Sammelplätze befinden. Diese Pläne können im Ernstfall Leben retten; darum sollte man sich auch im Alltag mit diesen Plänen vertraut machen, denn im Brandfall fehlt die Zeit, um sich mit dem Rettungsplan auseinanderzusetzen.

Den Brand melden

Brandmelder zum Alarmauslösen:

Gibt es im Gebäude einen manuellen Feuermelder, schlagen Sie bei einem Brand die Scheibe ein und drücken den Alarmknopf. Verständigen Sie per Telefon oder Hausnotruf die Feuerwehr. Versuchen Sie, Ruhe zu bewahren und warnen Sie gefährdete Personen.

Notruf absetzen:

Holen Sie über die Notrufnummer 112 Hilfe. Dabei müssen Sie diese Fragen der Leitstelle beantworten:

Wo ist etwas passiert?

Was ist passiert?

Wer ruft an?

Wie viele Verletzte?

Warten auf Rückfragen

Wichtig: Die Leitstelle beendet das Gespräch.

Sich in Sicherheit bringen

Notausgänge:

Grün-weiße beleuchtete Schilder kennzeichnen die Notausgänge und weisen den Weg aus dem Gebäude. Versuchen Sie, hilfsbedürftigen Personen hinauszuhelfen!

Andere Fluchtwege:

Gegebenenfalls ist es möglich, durch Fenster im Erdgeschoss zu flüchten. Springen Sie nicht aus größerer Höhe! Die Gefahr, sich dabei zu verletzen, ist zu groß. Oft gibt es in höheren Stockwerken Notfenster mit Fluchtleitern.

Aufzüge:

Im Brandfall niemals den Aufzug benutzen! Er könnte steckenbleiben oder in einem Stockwerk halten, das bereits voller Rauch und Flammen ist.

Sammelplätze:

Wenn das Gebäude geräumt wird, gehen alle Beschäftigten zu den angegebenen Sammelplätzen, die sich außerhalb des Gebäudes befinden. Diese müssen in den Flucht- und Rettungsplänen eingezeichnet sein.

Feuerlöscher:

Es müssen ausreichend Feuerlöscher im Gebäude vorhanden sein. Die Standorte sind gekennzeichnet und gut sichtbar. Unternehmen sollten ihre Beschäftigten mindestens einmal jährlich im Gebrauch der Feuerlöscher unterweisen. Die Beschäftigten sollten sich auch über die Standorte der Brandschutzmittel informieren. Man sollte versuchen, die Flammen zu löschen, sich dabei aber nicht selbst in Gefahr zu bringen.

Löschdecken:

Bei kleineren Bränden kann eine feuerfeste Löschdecke die Flammen ersticken.



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