Zeckenbisse

Zeckenbisse

Die Anzahl der Zecken ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und immer mehr Menschen haben mit den übertragenen Erkrankungen wie Borreliose und FSME zu kämpfen. Ob beim Wandern oder bei der Gartenarbeit, sicher ist dort niemand vor den kleinen Spinnentieren. Besonders gefährdet sind Menschen, die beruflich regelmäßig im hohen Gras, Gebüsch oder Unterholz arbeiten wie beispielsweise Garten-und Landschaftsbauer*innen oder Förster*innen. Es ist wichtig im Vorhinein Maßnahmen zu ergreifen, um einem Zeckenbiss vorzubeugen. Die übertragbaren Krankheiten tragen häufig Spätfolgen mit sich und können sogar lebensgefährlich werden.

Was ist eigentlich Borreliose und FSME?

Borreliose kann verschiedene Organsysteme betreffen – vor allem die Haut, das Nervensystem und die Gelenke. Kreisförmige Hautrötungen um die Stichstelle sind oftmals ein Erkennungsmerkmal. Mit Antibiotika kann die Erkrankung meist gut behandelt werden. In schweren Fällen kann die Borreliose das Nervensystem befallen. Anzeichen dafür sind brennende Nervenschmerzen, grippeähnliche Symptome oder Gelenkschmerzen. Tückisch dabei ist, dass diese Symptome manchmal erst Monate oder Jahre nach dem Zeckenbiss auftreten können.

FSME ist eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch übertragene Viren hervorgerufen wird. Oft wird diese Krankheit zunächst mit einer Erkältung verwechselt, da die grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oft nicht mit dem Zeckenbiss in Verbindung gebracht werden. Bei den meisten Menschen klingen die Beschwerden schnell wieder ab, nur bei einem Teil der Erkrankten kommt es nach etwa einer Woche zu einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. Fieber, Übelkeit und Ausfälle des Nervensystems können die Folge sein.

Zu welcher Jahreszeit sind Zecken besonders gefährlich/aktiv?

Zecken sind mehrjährige Tiere. Aktiv sind sie ab einer Temperatur von etwa 8 Grad. Durch die milden Winter sind in Deutschland immer mehr Zecken ganzjährig anzutreffen. Die „offizielle Zeckenzeit“ in Deutschland liegt aber in den Monaten zwischen Februar und Oktober.

Wie kann man sich schützen?

Das Tragen von langen Hosen, festen Schuhen und Oberteilen mit langen Ärmeln kann schützen. Da Zecken meist in Kniehöhe im Gras oder Gebüsch leben, ist es ratsam, die Beine bedeckt zu halten. Insektenschutzmittel können Zecken zeitlich begrenzt fernhalten. Allerdings sollte man sich nicht vollkommen darauf verlassen: Denn trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen finden die kleinen Blutsauger ab und an trotzdem den Weg auf die Haut. Deshalb ist es ratsam, sich nach dem Aufenthalt im Gras oder Wald abzusuchen. Übrigens: Zecken frühzeitig zu finden und herauszuziehen verringert das Ansteckungsrisiko.

Wie entfernt man eine Zecke richtig?

Am einfachsten gelingt es mit einer spitzen Pinzette oder mit einer speziellen Zeckenkarte. Wenn kein Hilfsmittel zur Hand ist, dann geht es auch mit den Fingernägeln. Man sollte die Zecke möglichst knapp über der Haut packen und mit einer kontrollierten Bewegung senkrecht aus der Haut ziehen.



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